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Der Preis der Shutterbrillen

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Während der Heimmarkt für 3D-Shutterbrillen erst noch entsteht, könnte eine neue Leinwandtechnologie die 3D-Brille im Kino bald überflüssig machen. Mit jedem Monat bewegt sich die Welle neuer 3D-Flachbildschirme weiter an das Ufer des privaten Filmvergnügens. Glaubt man den TV-Herstellern macht ein 3D-System zuhause erst so richtig Freude, wenn alle Geräte und Kabel auf dem neuesten Stand sind und – vor allem – eine Shutterbrille auf der Nase sitzt. Mittlerweile haben Sony und Samsung erste Prototypen vorgestellt, die nach Marktreife für circa 150$ erhältlich sein sollen. Doch wird jede Nase, die dem Beispiel des privaten 3D-Pioneers folgen will, noch einmal die gleiche Summe hinlegen müssen. Hinzu kommt die begrenzte Nutzbarkeit der aktiven Shutterbrillen: ein Batterieleben von Sonys TDG-BR100 oder TDG-BR50 ist bereits nach 100 Stunden ausgehaucht. Das gilt allerdings nur für jene Prozesse in denen Brille und Fernseher sich synchronisieren, andernfalls bleibt die Brille im Standby. Während dagegen Panasonic auf einen längeren 3D-Eindruck setzt und mit 250 Stunden Batterieleben wirbt, geht LG lieber auf "Nummer Sicher" und bietet neben aktiven Systemen auch passive 3D-Fernseher an, die alternativ mit batterielosen Polfilterbrillen arbeiten. So wird allerdings dem Verbraucher die Qual der 3D-Wahl überlassen.

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Prismenleinwände ohne Brille

Derzeit könnte aber ein internationales Projekt alle Bedenken hinsichtlich der dominierenden 3D-Brillentechnologie beseitigen. So arbeitet die taiwanische National Chiao Tung Universität in Kooperation mit der schwedischen Chalmers University of Technology an einer gänzlich brillenlosen 3D-Technik. Das Prinzip verfolgt u.a. die Bestückung von Leinwänden mit mehreren Millionen winziger Prismen. Bei elf Prismen pro Bildpunkt können bereits 100 Zuschauer autostereoskopisches 3D-Kino ohne Brille erleben. Das Wichtigste an der neuen Technik sei, erläutert Projektleiter Wallen Mphepö, dass das vom Projektor ausgestrahlte Licht zu 90 Prozent wieder reflektiert wird – und das mache das System effizienter als alle bisherigen.

Ein Problem ist aber noch der massenkompatible Augenabstand (65mm statt 70mm) und die Berücksichtigung von Kopfbewegungen. Dafür müsse die 3D-Betrachtungszone noch vergrößert und stabilisiert werden.

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3D Barrierefrei

Das brillenlose 3D-Kino klingt verlockend: gerade in den eigenen vier Wänden, bei den oft sehr nahen Betrachtungsabständen und großen Blickwinkeln, ist eine integrative und verzerrungsfreie Lösung gefragt. Den gemütlichen 3D-Abend genießt die Familie ohnehin lieber ohne Augenglas-Barriere oder gar Doppelverglasung. Der Preis der Shutterbrillen erscheint zu hoch – insbesondere wenn man ein "barrierefreies" 3D-Erlebnis zum Maßstab nimmt.

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